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Elmstein – Alte Schmelz – Steigberg – Großbrunnental –
Nibelungenfelsen – Elmstein (11 km – 3 ½ 
Stunden)

 

Die Tour mit der gelben Vier ist weniger durch bemerkenswerte
Ausblicke gekennzeichnet als vielmehr durch beindruckende Einblicke in
den Lebensraum Wald. Denn sie führt zum großen Teil über den sehr
vielseitig informativen Elmsteiner Waldlehrpfad mit seinen Hinweisen
auf die frühere Waldnutzung, die Fauna und Flora. Kaum ein Kahlhieb
ist von Menschenhand in die majestätisch wirkenden Bestände
geschlagen. Nur der Sturm hat oben auf der Höhe des Krottenbuckels
in breiter Schneise erbarmungslos zugepackt. Die hochaufgerichteten
Wurzelteller werden von der Katastrophe noch lange künden.

Beginnen wir den Rundweg in der Dorfmitte nahe der Staatlichen
Samenklenge. In der Bahnhofstraße ist Parkmöglichkeit. Beim Gasthaus
zum Schlossberg den steilen Burgweg hinauf steigen wir in gut fünf
Minuten über die Dächer des Dorfs und auch über die Burgruine hoch
und gelangen parallel zur Straße auf schmalem Pfad in einer
Viertelstunde zum Parkplatz am Standort der einstigen Eisen – Schmelz
am Eingang des Legelbachtals. Hier wurden bis in die 20er des letzten
Jahrhundert die Eisenerze geschmolzen, die in den Stolen der
Umgebung gefördert worden waren. Man könnte die Rundwanderung
durchaus hier erst beginnen. Sie wäre dann 9 km lang und würde
knapp 200 Meter Steigung überwinden.

Der Waldlehrpfad beginnt bei den Lebensbäumen über der ins
Legelbachtal hineinführenden Landesstraße 504. Diese Baumart kommt
aus Nordamerika, war vor der Eiszeit, wie aus der Braunkohle zu
beweisen ist aber auch hier stark verbreitet. In den nächsten
20 Minuten lernen wir mit Nachhilfe von der Weißtanne über Salweide,
Bergahorn, Heinbuche, Weymouthskiefer, Douglasie viele weitere
Bäume unserer Wälder am Objekt kennen und werden überdies
aufgeklärt über die „denkbaren Kausaketten des Waldsterbens“, die
Verhaltensweisen räuberischen Insekten, wie z. B. der anmutige
Marienkäfer, und vieles andere mehr. Bei einem Stammaufschnitt mit
Jahresringen bis 1735 zurück verabschiedet sich der Lehrpfad nach
rechts. So ließe sich unsere Rundwanderung beträchtlich abkürzen.

Die 4 und mit ihr die Pfälzerwald – Vereins – Markierungen gelb- blau
und gelb – weiß führen weiter bergan. Hohe Buchen und schlanke
Traubeneichen, aus denen wertvolles Funierholz wird, bestimmen in
den nächsten zehn Minuten das Waldbild. Dann sind wir auf der Höhe
des Steigbergs mit seinen alten Nadelwäldern. Die von links kommende
weiße Plastik – 4 – Markierung darf uns nicht irritieren. Unser gelb
markierter Weg führt unverkennbar geradeaus. Es ist der Waldleininger
Weg und Hochspeyerer Kirchenweg, eine alte Verbindung zu diesen
Orten. Eine Viertelstunde nach dem Aufstieg verlassen wir die
Pfälzerwaldvereins–Markierungen, die uns bis hierher von der
AltenSchmelz herauf begleitet haben, und gelangen am Hang des
Krottenbuckels entlang in weiteren 20 Minuten hinüber zur mit dem
grünen Kreuz markierten alten Hochstraße, die, bevor die Täler
passierbar waren, die Rheinebene mit dem Westrich verband. Hier, ein
paar Meter diesseits der Hochstraße, ist der Drehpunkt unserer
Wanderung.

Der Rückweg führt ins enge Großbrunnental hinunter und hinaus ins
Große Legelbachtal, in dem die Kreisstraße nach Schwarzsohl aufsteigt.
Im Angesicht dieses Sträßchens werden wir von einem Weiher nach
rechts verwiesen, vorbei an Heinrichs – und Ludwigsklause. Wir
begleiten es streckenweise in gebührendem Abstand, werden
bisweilen auch in Talmulden abgedrängt.

In einem dieser Taleinschnitte, 35 Minuten nach dem Drehpunkt, treffen
wir auf einen nachgebauten Holzkohlen- Meiler mit Köhlerhütte und auf
die 1830 angelegte Gandertklause, die, wie einige weitere an den
oberen Zuflüssen des Legelbachs auch, einst für ausreichendes Wasser
zur Holztrift zu sorgen hatte. Hier vereinigt sich unser Vierer – Weg
wieder mit dem Waldlehrpfad, dessen nächsten Stationen der
Johannisbrunnen und der Nibelungenfelsen 3) sind. Eine
Dreifachnutzung des bizarren Felsenriffs gegenüber dem Kleinen
Legelbachtal: Oben, unter der Straße ,ein romantischer Rastplatz,
darunter das, so die Auskunft des Schilds,„Alte Schießhaus“ und in der
nächstunteren Ebene über der Talsohle das heroische Steinbild des
Hagen von Tronje mit der 1928 entstandenen Runenschrift.

Kurze Zeit danach ein dürrer Stumpf mit acht Löchern des Buntspechts,
dann überqueren wir rechts versetzt die Legelbachtalstraße und
nehmen drüben über dem Bach, der einen der Hauptzuflüsse des
Speyerbachs darstellt, weitere Informationen über die Pflanzenwelt
dieser Idylle zur Kenntnis, bevor wir auf den Roth-Haupt-Brunnen zur
anderen Seite des Haupttals übersetzen und dort talauswärts der
gelben 2 zurück nach Elmstein folgen.